Schweigerecht

Wenn Sie als Beschuldigter vernommen werden, ist Ihnen der genaue Tatvorwurf mitzuteilen, ungefähre Angaben genügen nicht. Ihnen ist der Tatvorwurf nebst Mitteilung der zugrundeliegenden Tatsachen mitzuteilen. Sollten Sie unzureichend über den Tatvorwurf in Kenntnis gesetzt werden, sind auch Ihre Angaben gem. § 136 StPO unverwertbar. Denn Angaben, die auf Täuschungen folgen sind unverwertbar. Im Strafrecht haben Sie als Beschuldigter das Recht von Ihrem Aussageverweigerungsrecht Gebrauch zu machen. Sie sind nicht dazu verpflichtet, gegen sich selbst auszusagen oder sich selbst zu belasten. Dies folgt aus den im deutschen Strafrecht gültigem Grundsatz: nemo tenetur se ipsum accusare. Danach ist niemand verpflichtet, gegen sich selbst auszusagen oder sich selbst anzuklagen.

 

Empfehlung Ihrer Strafverteidigerin:

Machen Sie gegenüber der Staatsanwaltschaft und der Polizei keine Angaben, ohne einen Strafverteidiger konsultiert zu haben. Äußern Sie sich ausschließlich über Ihren Strafverteidiger. Das gilt auch für Ihre persönliche Prozesserklärung.